"Asyl in Not" spricht von "skandalöser Haltung" der Außenministerin

10. August 2001, 15:12
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"Öffentliche Diffamierung der verhafteten Künstlerinnen und Künstler wird unvergessen bleiben"

Wien - Die Organisation "Asyl in Not" hat die Volxtheaterkarawane zum traditionsreichen Wiener Flüchtlingsfest eingeladen. In einem veröffentlichten Brief an die italienische Botschaft in Wien hieß es zudem, man nehme mit Erstaunen zur Kenntnis, dass die Künstlerinnen und Künstler der Volxtheaterkarawane noch immer in Haft sind. "Wir erwarten, dass die italienischen Behörden die Freiheit der Kunst respektieren", teilte Geschäftsführer Michael Genner mit.

"Wir geben der Erwartung Ausdruck, dass dem Auftritt der VolxTheaterKarawane beim Flüchtlingsfest keine Hindernisse entgegenstehen und dass die Theatergruppe allerspätestens zu diesem Zeitpunkt wohlbehalten in Wien eingetroffen sein wird", hieß es weiter. Kritik übte das Unterstützungskomitee für politisch verfolgte Ausländerinnen und Ausländer an Außenministerin Benita Ferrero-Waldner. Der Ausgang der für kommenden Montag in Aussicht gestellten Haftprüfung sei nicht zuletzt wegen der skandalösen Haltung der Außenministerin ungewiss, deren "öffentliche Diffamierung der verhafteten Künstlerinnen und Künstler unvergessen bleiben wird". Das Wiener Flüchtlingsfest findet am 8. September in der Arena statt. (APA)

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    Im Bild Michael Genner, Geschäftsführer von "Asyl in Not"

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