Zehn deutsche GlobalisierungsgegnerInnen bleiben weiter inhaftiert

10. August 2001, 13:47
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U-Haft wegen mutmaßlicher Verbindung zum Black Block verlängert

Rom/Genua - Zehn deutsche GlobalisierungsgegnerInnen, die nach den Krawallen während des G-8-Gipfels in Genua festgenommen worden waren, müssen weiterhin in Untersuchungshaft bleiben. Dies wurde am Freitag von einem Gericht in Genua bei der Überprüfung des Hafttermins beschlossen. Den deutschen Globalisierungsgegnern werden Verbindungen zur Anarchistengruppe "Black Block" vorgeworfen.

Die deutschen DemonstrantInnen, sieben Frauen und drei Männer, waren festgenommen worden, nachdem die Polizei bei ihnen schwarze Kleidung, fünf Hämmer und einige Fotos gefunden haben, in dem man die Gruppe vor einem verbrannten Auto sah. Weitere drei Deutsche, die ebenfalls nach dem G-8-Gipfel in Genua festgenommen worden waren, wurden freigelassen. Die Schuldbeweise gegen sie wurden als ungenügend bewertet, um eine Verlängerung der U-Haft zu rechtfertigen.

Am Freitag wurde inzwischen ein 34-jähriger Italiener in seiner Wohnung in Ivrea bei Turin festgenommen. Der Mann wird beschuldigt, einen Kindergarten in Genua verwüstet, und an Demonstranten Stöcke verteilt zu haben. (APA)

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