"Jerusalem-Anschlag wäre vermeidbar gewesen"

10. August 2001, 13:45
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Israels Geschäftsträger in Österreich gegen "weitere ausländische Intervention"

Wien - Nach Ansicht des neuen israelischen Geschäftsträgers in Österreich, Avraham Toledo, hätte der jüngste Selbstmordanschlag in Jerusalem möglicherweise verhindert werden können. Israel habe den Palästinensern eine Liste mit den Namen von Terroristen übermittelt, die für diese Art von Anschlägen verantwortlich seien, erklärte Toledo am Freitag im "Mittagsjournal" des ORF-Radios. Die palästinensischen Behörden hätten diese Leute verhaften müssen.

Toledo verteidigte das Vorgehen Israels gegen radikale Palästinenser. Die gezielte Tötung solcher Personen erfolge im Sinne der Selbstverteidigung Israels, die etwas anderes sei als der palästinensische Terror. Der Diplomat sprach sich gegen eine "neue ausländische Intervention" im Nahen Osten aus und forderte die Umsetzung des Mitchell-Planes. Die Palästinenser müssten nur eine Woche stillhalten, dann könne der Dialog wieder aufgenommen werden. (APA)

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