27,3 Millionen Euro für EU-Interregio Österreich und Slowenien

10. August 2001, 13:54
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Profitieren sollen vor allem Steiermark, Kärnten und die slowenischen Grenzregionen

Brüssel - Die EU-Kommission hat ein Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und Slowenien genehmigt, das im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Interreg kofinanziert wird. Bis 2006 stehen für das Programm 54,4 Mill. Euro (749 Mill. S) zur Verfügung. 27,3 Mill. davon werden aus dem Gemeinschaftshaushalt bereit gestellt. Profitieren sollen die Steiermark, Kärnten sowie die slowenischen Grenzregionen. Das Zielgebiet zähle insgesamt 2,37 Millionen Einwohner.

Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier: "Im Mittelpunkt des Programmes stehen Wirtschaftsnetze, Umweltschutz und Raumentwicklung." Er ist überzeugt davon, "dass das Programm positive Impulse für den Beitrittsprozess und die Vorbereitung der gemeinsamen Zukunft der betreffenden Regionen geben wird", sagte Barnier.

Drei Bereiche werden gefördert

Der Gemeinschaftsbeitrag gliedert sich in drei Bereiche. Für den Bereich der "wirtschaftlichen Zusammenarbeit", also die Förderung neuer Unternehmen und grenzübergreifender Infrastrukturen wie Netzwerke und Wissenschaftsparks, stehen 11,02 Mill. Euro zur Verfügung. Für "Humanressourcen und regionale Zusammenarbeit" wurden 6,65 Mill. Euro veranschlagt. Im Mittelpunkt der davon betroffenen Maßnahmen steht die regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Berufsbildung, allgemeine Bildung und Kultur. 8,42 Mill. Euro gibt es schließlich für "nachhaltige Raumentwicklung". Darunter fallen Projekte zu Umwelt und Verkehr sowie die Bereiche natürliche Ressourcen und Raumentwicklung. Unter anderem sollen die Grundlagen für eine bessere grenzüberschreitende Planung von Verkehrsinfrastrukturen zwischen Graz und Maribor geschaffen werden.

BIP bei 67 Prozent des EU-Durchschnitt

In den Bundesländern Steiermark und Kärnten leben 1,4 Mill. Menschen mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-BIP von 127 Prozent des EU-Durchschnitts. Die rund eine Million Einwohner auf der slowenischen Seite der Grenze erwirtschaften ein Pro-Kopf-BIP von etwa 67 Prozent des EU-Schnitts. Im österreichischen Teil des Gebiets betrage die Arbeitslosenquote 7,7 Prozent, im slowenischen Teil 8,9 Prozent. (APA)

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