Schüssel: "Schutzalter" bei Mädchen könnte angehoben werden

10. August 2001, 12:45
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Unklar ist, ob es dafür eine Mehrheit gibt

Wien - Die FPÖ strebt in der Diskussion um den sogenannten Homosexuellenparagraf 209 offenbar eine rasche Entscheidung an. Parteichefin Susanne Riess-Passer meinte am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), es wäre wünschenswert, eine Lösung zu erzielen, bevor ein Entscheid der Höchstgerichte vorliegt, denn wie das Gerichtsurteil ausfallen werde, sei "relativ klar". Nicht ganz so eilig hat es der Kanzler. Er verwies auf eine anstehende Reform des Sexualstrafrechts sowie auf das bevorstehende Urteil der Gerichte.

Wie Schüssel betonte, sehe er auch in der Volkspartei zu dem Thema keine große Diskussion. Für ihn sei klar, dass der Kinder- und Jugendlichen-Schutz absolut Vorrang habe. Allerdings solle es auch keine Diskriminierung geben. Auf die Frage, ob er sich ein einheitliches "Schutzalter" von 16 Jahren vorstellen könne, meinte der VP-Chef, er habe kein Problem damit, das sogenannte "Schutzalter" bei Mädchen anzuheben. Ob es dafür eine Mehrheit gebe, werde man erst sehen. (APA)

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