Raubüberfall auf Waffengeschäft in Wieden

10. August 2001, 12:36
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Sicherheitsbüro geht von Vorbereitungstat aus - 72-jähriger Verkäufer in Lebensgefahr

Wien - Bei einem Raubüberfall auf ein Waffengeschäft in Wien-Wieden am Donnerstag haben zwei Kriminelle den 72-jährigen Aushilfsverkäufer so schwer verletzt, dass er sich in Lebensgefahr befindet. Die beiden Verbrecher sind mit elf Faustfeuerwaffen auf der Flucht. Bei einer Tat wie dieser müsse die Polizei "von einer Vorbereitungshandlung ausgehen", sagte der stv. Leiter des Sicherheitsbüros, Dr. Ernst Geiger.

Die erbeuteten Schusswaffen - Klein- und Mittelkaliber diverser Marken wie Starlight, Walther, Feg, CZ etc. - wurden international zur Fahndung ausgeschrieben. Die Ermittler können nicht ausschließen, dass es sich bei dem brutalen Raubüberfall um eine Waffenbeschaffung für weitere geplante Straftaten handelte.

Einer der gesuchten Kriminellen ist verletzt: Passanten zufolge wies der Mann eine stark blutende Wunde an einer Schläfe auf. Bei dem Überfall war eine gläserne Waffenvitrine zu Bruch gegangen. Vermutlich hat sich der Räuber - er wurde als 35 bis 40 Jahre alt, auffallend schlank und blond beschrieben - an Glassplittern geschnitten. Ob er sich selbst verletzt oder ob sich Franz D. noch zu wehren versucht hat, war zunächst unklar. (APA)

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