Generali und Interunfall sanieren KfZ-Sparte

10. August 2001, 10:40
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Die Streichung von Rabatten und Optimierung im Schadenmanagement zeigen Erfolge

Wien - Die Generali Versicherung und die Interunfall Versicherung konnten im ersten Halbjahr 2001 die Prämieneinnahmen gemeinsam um 5,8 Prozent auf 14,2 Mrd. S (1,03 Mrd. Euro) steigern, teilte das Unternehmen mit. Eine Erholung gab es im Kfz-Bereich. Die Prämien wurden um 4,8 Prozent auf 4,7 Mrd. S gesteigert. Die Kfz-Schadenleistungen gingen um 6,2 Prozent auf 3,15 Mrd. S zurück. Das Vorsorgebedürfnis der Bevölkerung steige weiter, die Generali/Interunfall-Gruppe rechne daher auch für das zweite Halbjahr mit einem "entsprechenden" Wachstum der Prämieneinnahmen, so Interunfall- und Generali Versicherung-Vorstandsvorsitzender Hans Peer am Freitag in einer Unternehmensmitteilung.

Streichung von rabatten

Die Sanierungsmaßnahmen in der Sparten - Streichung von Rabatten und Optimierungen im Schadenmanagement - zeigten bereits deutliche Erfolge, so der ressortverantwortliche Vorstand Bruno Friedl. Zudem sei die Diebstahlrate gegenüber rückläufig. So wurden bei der Generali im Zeitraum Jänner bis Juni 2001 insgesamt 124 Fahrzeuge (minus 17 Prozent) als gestohlen gemeldet, bei der Interunfall 111 Fahrzeuge (minus 10 Prozent).

Steigerungen in allen Bereichen

In der Sach- und Haftpflichtversicherung konnten die Prämieneinnahmen um 4,7 Prozent auf 3,25 Mrd. S gesteigert werden. Bei den Personenversicherungen stiegen die Prämien im ersten Halbjahr um 7,2 Prozent auf 6,2 Mrd. S. Mit einem Anteil von 44 Prozent am Gesamtgeschäft der Generali und Interunfall übertrifft die Personenversicherung bereits die Kfz-Versicherung, deren Anteil bei über 33 Prozent liegt.

Die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung stiegen in den ersten sechs Monaten um 8,3 Prozent auf rund 4,5 Mrd. S. Bei fondsgebundene Lebensversicherungen gab es ein Plus von fast 30 Prozent auf 434 Mill. S. Das Prämienaufkommen der Generali und Interunfall in der Krankenversicherung erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 1,1 Mrd. S, jenes der Unfallversicherung um 2,9 Prozent auf rund 645 Mill. S. (APA)

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    Durch die Optimierung im Schadenmanagement möchte Generali die Kfz-Sparte wieder profitabel machen

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