Appelle zur Freilassung der österreichischen Theatergruppe mehren sich

10. August 2001, 11:20
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Italienische Regisseure und Schauspieler mit VolxTheaterKarawane solidarisch

Rom - In Italien mehren sich die Solidaritätsinitiativen mit den seit über zwei Wochen inhaftierten Mitgliedern der "VolxTheaterKarawane". Nachdem der Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo am Mittwoch eine Solidaritätserklärung mit den österreichischen Aktivisten unterschrieben hat, setzen sich nun auch bekannte italienische Regisseure und Schauspieler für die Freilassung der Theatergruppe ein. In einem Brief an die Justizbehörden von Genua forderten die Regisseure Mario Monicelli, Ettore Scola, Ricky Tognazzi und Francesca Comencini die sofortige Freilassung der VolxTheater-Aktivisten.

Die Regisseure waren während des turbulenten G-8-Gipfels in Genua und hatten die Krawalle gefilmt. Sie zeigten sich von der Unschuld der österreichischen Globalisierungsgegner überzeugt, die ihrer Ansicht nach mit Kreativität und Spiel demonstrieren wollten. Man dürfe nicht Straßenkünstler kriminalisieren, betonten sie.

Der Dachverband der pazifistischen Globalisierungsgegner "Genoa Social Forum" (GSF) hat ihre Aktivisten erneut zu einer massiven Teilnahme an der Solidaritätsdemonstration aufgefordert, die am Montag vor dem Justizpalast in Genua während der Überprüfung des Hafttermins der "VolxTheater"-Mitglieder geplant ist. "Wir müssen massiv an der Kundgebung teilnehmen, weil wir unsere volle Solidarität mit der Theatergruppe ausdrücken wollen", betonte eine Sprecherin des Dachverbands. (APA)

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