Fußentzündung zerstörte Pumpers Finaltraum

10. August 2001, 09:54
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"Ich war heute einfach platt", meinte die Wienerin nach ihrem Lauf

Edmonton/Alberta - Susanne Pumper ist am Donnerstag (Ortszeit) bei den VIII. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton klar an ihrem Finalziel über 5.000 vorbeigelaufen. Die Wienerin kam auf Grund einer Entzündung im rechten Fuß im ersten Vorlauf, den die Spanierin Marta Dominguez in 15:15,81 Minuten gewann, mit 15:41,25 nicht über den 13. Platz bzw. 27. Endrang unter insgesamt 42 Teilnehmerinnen hinaus. Um sich für das Finale der besten 15 am Samstag zu qualifizieren, wäre zumindest eine Zeit von 15:20,16 nötig gewesen.

"Diese Verletzung habe ich bereits beim Höhentrainingslager in St. Moritz erstmals gespürt", erzählte Pumper, die vor 1999 in Sevilla überraschend WM- Zwölfte geworden war und im Vorjahr in Sydney das Olympiafinale knapp verpasst hatte. "Ich habe mir aber gedacht, dass ich mich mit entsprechenden Behandlungen die drei Wochen bis zur WM noch durchbeißen kann."

Langzeitblessur

Bereits in London, wo sie bei der Generalprobe für Kanada am 22. Juli ihren ÖLV-Rekord um fast sechs Sekunden auf 15:10,54 gesenkt hatte, war sie durch diese Blessur gehandicapt gewesen. "Dort war es aber nicht so schlimm wie hier", erklärte die 30-Jährige, die ihre Verletzung vor Edmonton nicht an die große Glocke gehängt hatte, damit es nicht heißt, dass sie schon im WM-Vorfeld nach Ausreden suche.

"Eigentlich hätte ich die Tempowechsel ganz locker wegstecken müssen, aber ich war heute einfach platt", betonte Pumper, dass sie von Beginn weg Probleme hatte und deswegen überhaupt nicht imstande war, auf den Rennverlauf zu reagieren. "Ich werde deshalb jetzt nach der WM nirgends mehr starten und die Verletzung in Ruhe ausheilen lassen, um dann mit dem Formaufbau für mein nächstes großes Ziel zu beginnen: Die Hallen-Heim-EM Anfang März in Wien." (APA)

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