VP-Sausgruber für Angleichung des Schutzalters

10. August 2001, 13:12
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Aber nur über 14 Jahren - Differenzierung zwischen Geschlechtern "ein Problem"

Wien - Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) spricht sich für eine Angleichung des Schutzalters für hetero- und homosexuelle Jugendliche aus. "Es gibt natürlich Argumente für die Angleichung des Schutzalters. Die Differenzierung zwischen Mädchen und Burschen ist ein Problem", so Sausgruber. Allerdings spricht sich der ÖVP-Landesobmann gegen ein gemeinsames Schutzalter von 14 Jahren aus.

Derzeit gilt das Schutzalter von 14 Jahren sowohl für heterosexuelle Jugendliche als auch für homosexuelle Mädchen. Sexuelle Beziehungen von erwachsenen Männern mit männlichen Jugendlichen unter 18 werden dagegen mit bis zu fünf Jahren Haft bedroht. "Die Differenzierung ist ein Problem", meint Sausgruber, "aber die Selbstverständlichkeit mit der man alles auf 14 reduziert, scheint mir problematisch."

Etwas höher

"Wenn man ein einheitliches Schutzalter hat - wofür sicherlich vieles spricht - warum ausgerechnet auf dem niedrigstmöglichen Niveau von 14 und nicht etwas höher", so Sausgruber. Auf ein konkretes Schutzalter wollte er sich allerdings nicht festlegen (Die Kärntner ÖVP hatte sich etwa für 16 Jahre ausgesprochen, Anm.). Das gemeinsame Schutzalter solle aber jedenfalls "über 14" liegen.

Ob seine Position innerhalb der ÖVP konsensfähig sei, wisse er nicht, meinte Sausgruber. Enttäuscht zeigte er sich in diesem Zusammenhang von den österreichischen Intellektuellen, "die in dieser Diskussion (ein höheres Schutzalter für Heterosexuelle, Anm.) etwas auslassen". (APA)

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