Jihad zieht Bekenntnis zu Anschlag zurück

10. August 2001, 11:34
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Generalsekretär schreibt Attentat Hamas zu - Demonstranten in Ramallah fordern Fortsetzung des Heiligen Kriegs

Gaza-Stadt/Ramallah/Gaza - Die radikal-islamische Gruppe Islamischer Jihad hat ihr Bekenntnis zum Selbstmord-Attentat in Jerusalem zurückgezogen. "Unser Kämpfer Abu Amsha war auf dem Weg zu einem Martyriums-Einsatz und als es eine Explosion gab, dachten unsere Brüder, dass er es gewesen sei", sagte der Generalsekretär des Jihads, Ramadan Shallah, am Donnerstag dem Fernsehen von Abu Dhabi. Amsha werde vielleicht in Zukunft ein Selbstmordattentat verüben. Er bestätigte, dass der Anschlag auf eine Pizzeria in Jerusalem von der radikalen Palästinenser-Gruppe Hamas verübt worden sei. Beide Gruppe hatten sich zunächst zu dem Anschlag bekannt, bei dem 15 Personen und der Attentäter getötet sowie mindestens 90 verletzt wurden.

Nach dem Selbstmordanschlag in Jerusalem haben palästinensische Demonstranten in Ramallah zur Fortsetzung des "Heiligen Kriegs" gegen Israel aufgerufen. Die rund 500 Menschen zogen durch die Straßen der Stadt, einige schossen in die Luft. Sie forderten in Erwartung eines israelischen Vergeltungsschlages, die Reihen enger zu schließen. (APA/Reuters)

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