Simbawe: Kriegsveteranen besetzen erneut Farmen weißer Bauern

9. August 2001, 19:36
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Landreform sieht vor, mehr als 3000 Güter zu enteignen

Harare - Veteranen des Unabhängigkeitskrieges haben in Simbabwe erneut zehn Höfe weißer Landwirte angegriffen. Die Farmer sowie deren Familien und Angestellte seien zum Verlassen ihrer Grundstücke gezwungen worden, sagte eine Sprecherin der Bauerngewerkschaft CFU am Donnerstag. Außerdem hätten die Veteranen die Anbauflächen in Brand gesetzt und die Tiere aus den Stallungen freigelassen.

Mit Billigung von Präsident Robert Mugabe hatten Veteranen des Unabhängigkeitskrieges und Anhänger der regierenden Partei ZANU-PF im Februar vergangenen Jahres mehr als 1600 Farmen weißer Landwirte besetzt. Seither wurden mehr als 36 Menschen getötet, unter ihnen auch sieben weiße Farmer.

Die Landreform von Präsident Mugabe sieht vor, mehr als 3000 Güter zu enteignen. In dem südafrikanischen Staat besitzen rund 4500 Weiße 70 Prozent des fruchtbarsten Landes. Millionen von Schwarzen verfügen dagegen lediglich über weniger fruchtbare Böden. (APA/AP)

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