Weltraumtourismus: Russen und NASA einigten sich bei Kriterien

10. August 2001, 18:44
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Südafrikanischer Internet- Millionär trainiert bereits

Washington - Die USA und Russland haben sich im Streit um Weltraumtouristen grundsätzlich geeinigt und damit den Weg für eine weitere Kommerzialisierung des Weltraums geebnet. Die US-Weltraumbehörde NASA bestätigte am Freitag, dass beide Seiten sich im Prinzip auf bestimmte Kriterien wie die Trainingsmethoden geeinigt hätten.

Nach Informationen der "Washington Post" ist die russische Weltraumagentur Rosawijakosmos bereits in Verhandlungen mit einem Internet-Millionär aus Südafrika für den nächsten Flug ins All. Der 27-jährige Mark Shuttleworth werde vermutlich nächsten Monat seinen Vertrag unterzeichnen. Russland schickt regelmäßig Versorgungsflüge zur ISS und in den dreisitzigen Kapseln bleibt oft ein Sitz unbesetzt.

Die NASA, die bisher selbst keine Touristen ins All bringen will, hatte lange versucht, den Flug des 60-jährigen amerikanischen Multimillionärs Dennis Tito im Frühling zu verhindern, weil sie Sicherheitsbedenken hatte. Zudem sei die ISS noch im Aufbau und Touristen könnten dabei nur stören, hatten NASA-Manager damals erklärt. Doch Russland verwies darauf, dass die Raumstation ein internationales Projekt sei und Russland selbst entscheiden könne, wer mit seinen Versorgungsflügen zur ISS fliege.

Sollte die Einigung durchkommen, könnten in absehbarer Zeit mehr Touristen zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Die Einigung sei noch nicht endgültig, bis Ende des Monats erwarteten beide Seiten aber eine offiziellen Erklärung, sagte NASA- Sprecherin Kirsten Larson. Zu den Kriterien, die schon festgelegt wurden, gehören die Trainingsbedingungen und Gesundheitschecks für die Touristen, hieß es weiter. (APA/dpa)

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