"Man muss Leuten Challenge bieten"

9. August 2001, 18:28
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IT-Tochter von General Electric expandiert

Wien - GE Capital IT Solutions, die auf Informationstechnologie spezialisierte Österreichtochter des weltweit tätigen US-Mischkonzerns General Electric, bleibt auf Expansionskurs. Bis 2002 will man den Umsatz von heuer 1,6 Mrd. S auf rund 1,8 Mrd. S (130,8 Mio. EURO) schrauben.

Um das zu schaffen, sollen in nächster Zeit 60 Mitarbeiter neu eingestellt werden, sagten die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Hermann Kaineder und Heinrich Leitner, im Gespräch mit dem STANDARD. Die Gesamtzahl der Beschäftigten würde damit auf rund 300 klettern.

Lehrlingsausbildung

"Qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist unsere größte Herausforderung", sagte Kaineder. Zwar sei es nicht mehr so schwer wie im vergangenen Jahr, gute Leute zu finden, was zum Teil auf Stellenkürzungen in diversen Telekomfirmen zurückzuführen sei. "Trotzdem müssen wir die Leute begeistern und ihnen eine Challenge, eine Herausforderung bieten. Dann kommen sie auch zu uns", sagte Kaineder.

Durchwegs gute Erfahrungen habe man mit der Ausbildung von Lehrlingen im Unternehmen gemacht. Von den derzeit 240 Mitarbeitern sind zehn Lehrlinge. An der Lehrlingsausbildung wollen Kaineder und Leitner auch in Zukunft festhalten. Ebenso am permanenten Schulungsprogramm für die Beschäftigten. Pro Jahr und Mitarbeiter würden rund 20.000 Schilling an Ausbildungskosten im Unternehmen anfallen.

Capital IT Solutions ist in Österreich aus der ehemaligen CA-Tochter Management Data hervorgegangen, die 1997 von General Electric übernommen wurde. Damals verfügte das Unternehmen neben der Zentrale in Wien über Standorte in Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz sowie Götzis in Vorarlberg und setzte knapp 900 Mio. S um. Mit der inzwischen eröffneten Zweigstelle in Klagenfurt sei jetzt auch der Süden Österreichs gut abgedeckt. Weitere Standorte seien derzeit nicht in Planung.

Nach der Ende vergangenen Jahres erfolgten Neuausrichtung des Unternehmens auf die zwei Bereiche Client/Server (Hard- und Software) sowie Business-Solutions (maßgeschneiderte IT-Lösungen für Unternehmen) will das Unternehmen nun vor allem im Lösungsbereich kräftig Gas geben. Derzeit erzielt das Unternehmen 40 Prozent des Umsatzes mit Business-Solutions, 60 Prozent mit Hard-und Softwarelieferungen. Bereits im kommenden Jahr soll sich das Umsatzverhältnis umdrehen. (Günther Strobl, DER STANDARD, Printausgabe 10.8.2001)

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