Ermittlungen gegen zehn Russen wegen Kinderpornografie

9. August 2001, 17:29
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Nach 100 Festnahmen in den USA nun härtere Vorgehensweise

An einem in den USA ausgehobenen Kinderpornohändlerring waren nach Angaben des Innenministeriums in Moskau mindestens zehn Russen beteiligt. Gegen sie werde ermittelt, doch drohten ihnen nur geringe Strafen, da das russische Recht nicht zwischen Pornografie unter Beteiligung Erwachsener und solcher mit Kindern unterscheidet.

"Russland - der weltweite Mülleimer für Kinderpornografie"

"Leider hat sich Russland zum weltweiten Mülleimer für Kinderpornografie entwickelt", sagte der Leiter der Behörde für Computerkriminalität im Innenministerium, Dmitri Tscheptschugow, am Donnerstag.

"Wir nehmen die Leute fest, dann lassen wir sie frei"

"Wir nehmen diese Leute fest, und dann lassen wir sie wieder frei." Pornografie gilt in Russland als Vergehen, das mit maximal zwei Jahren Haft bestraft wird. Nach US-Regierungsangaben vom Mittwoch wurden nach zweijährigen verdeckten Ermittlungen einhundert Verdächtige des Kinderpornohändlerrings festgenommen. Es handelte sich um die bisher größte derartige Aktion.

21,8 Millionen Schilling pro Monat

Im Zentrum des Geschäfts, das pornografische Bilder an rund 250.000 Abonnenten über das Internet weiterleitete, stand eine Firma in Texas, die allein in einem einzigen Monat 1,4 Millionen Dollar (1,58 Mill. Euro/21,8 Mill. S) eingenommen haben soll. Die Pornoseiten sollen von Russland und Indonesien aus betrieben worden sein. (APA/AP)

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