Kremser Schülerin wegen Kindestötung verurteilt

9. August 2001, 16:12
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18-Jährige verheimlichte Schwangerschaft und tötete Säugling mit Nagelschere

Krems - Ein Jahr bedingte Freiheitsstrafe erhielt am Donnerstag am Landesgericht Krems jene 18-Jährige, die im Jänner dieses Jahres ihr Neugeborenes getötet hatte.

Die Schülerin aus dem Bezirk Krems hatte ihre Schwangerschaft verheimlicht und dem Baby unmittelbar nach der Geburt im Haus ihrer Eltern mit einer Nagelschere den Hals durchschnitten. Als die Mutter die junge Frau und den toten Säugling fand, brachte sie beide ins Spital. Nach den ersten Einvernahmen der geständigen 18-Jährigen führten die Kriminalisten die Tötung auf den psychischen Ausnahmezustand zurück, in dem sich das Mädchen befunden hatte.

Anonyme Geburt

Die Verzweiflungstat hatte auch zu politischen Reaktionen geführt. In niederösterreichischen Krankenhäusern wurde umgehend die Möglichkeit der anonymen Geburt geschaffen. Im Mai nahm erstmals eine Frau dieses Hilfsangebot am KH Korneuburg in Anspruch. (APA)

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