"Geben wir dem Frieden eine Chance"

10. August 2001, 11:17
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Verteidigungsminister Buckovski: Mazedonien will vorerst nicht militärisch gegen Rebellen vorgehen

Skopje/Pristina - Trotz der Eskalation der Gewalt will die mazedonische Regierung nach eigenem Bekunden vorerst nicht militärisch gegen die albanischen Rebellen vorgehen. "Geben wir dem Frieden eine neue Chance", sagte Verteidigungsminister Vlado Buckovski am Donnerstag in Skopje.

Den Rebellenangriff vom Mittwoch, bei dem zehn Soldaten getötet worden waren, bezeichnete er als Tragödie, die nicht den Anfang eines Bürgerkrieges, sondern den Anfang vom Ende des Krieges bedeuten solle. Armeesprecher Blagoja Markovski bezeichnete die Lage im Lande als "sehr komplex" und beschuldigte die Rebellen, sich umzugruppieren und den Waffenstillstand ständig zu brechen.

"Wir waren nicht in diesem Gebiet zu jener Zeit"

Die albanische Rebellengruppe UCK dementierte unterdessen jede Verantwortung für den Angriff auf den Armeekonvoi. "Wir waren nicht in diesem Gebiet zu jener Zeit", sagte Gezim Ostreni, der selbst ernannte UCK- Stabschef, wie am Donnerstag in der Kosovo-Hauptstadt Pristina bekannt wurde.

Ostreni begrüßte gleichzeitig die Vereinbarung eines Rahmenabkommens über Verfassungsänderungen in Mazedonien, das die wichtigsten Parteien der mazedonischen Slawen und der ethnischen Albaner am Mittwoch abgezeichnet hatten. Das Abkommen erfülle die Ziele der UCK und des albanischen Volkes, sagte er. Das Abkommen soll der albanischen Minderheit mehr Rechte zugestehen und soll Anfang kommender Woche auch formell unterzeichnet werden. (APA)

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