Uni-Reform: Rektorenvorschlag zur künftigen Organisationsstruktur

9. August 2001, 15:27
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Oberste Organe sind Universitätsrat, Rektorat und Senat

Wien - Laut ihrem Positionspapier wollen die Rektoren die Universitäten als öffentlich-rechtliche Einrichtungen mit uneingeschränkter Rechts- und Geschäftsfähigkeit konstituieren, die ihre Aufgaben selbstständig und weisungsfrei erfüllen. Im Sinne der universitären Selbstverwaltung sollen sie auch mit umfassender interner Satzungsautonomie ausgestattet werden. Als oberste Organe der Universität sollen der Universitätsrat, das Rektorat und der Senat fungieren.

Im Universitätsrat, der eine Aufwertung des schon derzeit bestehenden Universitätsbeirats darstellen soll, werden die Gesamtstrategie und das Budget der Universität (auf Vorschlag des Rektors) verabschiedet sowie auf Vorschlag des Senats die Satzung genehmigt. Bei der Zusammensetzung des Rats wollen die Rektoren sowohl der politischen Verantwortung des Ministeriums als auch dem Selbstverwaltungscharakter der Unis Rechnung tragen.

Neue Gremien

Der Rektor wiederum soll gemeinsam mit den Vizerektoren operativ die Universität leiten und sie nach außen vertreten. Gewählt wird er im Zusammenwirken von Senat und Universitätsrat. Seine Funktion übt er hauptamtlich aus, Zahl und Funktionsbereiche der Vizerektoren werden von ihm festgelegt und bedürfen der Genehmigung durch den Universitätsrat.

Der Senat wiederum soll die Satzung erstellen sowie bei der Wahl des Rektors und der Beschickung des Universitätsrats mitwirken. Außerdem kommen ihm die Besorgung der akademischen Angelegenheiten sowie Antragsrechte an den Universitätsrat und Rektor zu. In diesem Gremium soll künftig die universitäre Mitbestimmung angesiedelt sein. (APA)

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