Verletze Kinder vom Gleinalmtunnel-Unfall nicht mehr auf der "Intensiv"

9. August 2001, 13:32
posten

Die Mädchen werden noch eine Woche im Krankenhaus bleiben müssen

Graz - Drei Tage nach dem verheerenden Brandunfall im A 9-Gleinalmtunnel sind am Donnerstag zwei Mädchen aus Graz, die schwere Kopfverletzungen erlitten hatten, von der Intensiv- auf die Normalstation des Leobener Landeskrankenhauses verlegt worden. Bei dem Unfall war eine fünfköpfige holländische Familie ums Leben gekommen. Die einzige Überlebende der Familie, ein elfjähriges Mädchen, wird mittlerweile in einer niederländischen Spezialklinik behandelt wird. Es besteht noch immer Lebensgefahr.

"Mädchen sind herzallerliebst"

Der behandelnde Leobener Arzt, Gerolf Schweintzger, berichtete, dass die dreijährige Lea und ihre sechs Jahre alte Schwester Laura die Intensivstation verlassen konnten. Sie wurden in ein Mutter-Kind-Zimmer verlegt, wo auch ihre Mutter ständig bei ihnen sein könne. "Die Mädchen sind herzallerliebst", so der Mediziner. "Sie hüpfen schon herum - was sie nicht tun sollten, aber man Kinder ja nicht anbinden." Der Arzt rechnet noch mit einer Aufenthaltsdauer der beiden Kleinen von etwa einer Woche.

Gesundheitszustand des Unglückslenkers

Auch der Vater und mutmaßliche Unglückslenker Karlheinz B. (40), der ebenfalls in Leoben noch stationär behandelt wird, hat seine Kinder schon öfters besucht, berichtete Schweintzger. Seine Verletzungen waren verhältnismäßig glimpflich, der psychische Zustand wurde aber als problematisch beschrieben, weshalb noch in der Klinik einer psychologische Betreuung eingeleitet wurde. (APA)

Share if you care.