Das Töten hat kein Ende

9. August 2001, 12:47
2 Postings

Japan schlachtet weiterhin massenweise Wale ab

Wien - Trotz des weltweiten Fangverbotes haben japanische Walfänger in den vergangenen zwei Monaten nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace 159 Wale getötet, fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Die japanische Fangflotte, die am Dienstag aus dem Nordpazifik zurückkehrte, habe nicht nur 100 Zwergwale, sondern auch acht Pott- und 50 Brydewale geschossen, hieß es am Donnerstag.

"Aus Versehen" hätten die Japaner dieses Jahr erstmals auch einen Seiwal erlegt. Alle diese Walarten gelten als bedroht. Seit Inkrafttreten des Internationalen Walfangverbotes 1986 haben japanische Walfänger nach Greenpeace-Angaben damit rund 10.200 Zwergwale getötet.

Die Meeressäuer werden von den Japanern unter dem Vorwand wissenschaftlicher Forschung getötet. Das Fleisch der Tiere lande jedoch auf dem japanischen Lebensmittelmarkt. Mit einem Kilogramm Walfleisch ließen sich bis zu 5.000 Schilling erzielen. Das japanische Fischereiministerium rechtfertigt den Verkauf des Walfleischs mit dem Argument, Geld für weitere Forschungsvorhaben einnehmen zu wollen.

"Es ist unfassbar, dass die internationale Staatengemeinschaft diese illegale Walmassaker immer noch duldet", sagt Antje Helms, Walexpertin bei Greenpeace Österreich. "Dabei auch nur anzunehmen, die Ergebnisse dieser so genannten Forschung wären von wissenschaftlichem Wert, ist geradezu grotesk". (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.