Mehr Ballaststoffe auf den Teller

9. August 2001, 12:38
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Multitalent zur Vorbeugung vor Krebs und Herzinfarkt

Bad Aachen/Wien - Ballaststoffe sind ein Multitalent zur Vorbeugung vor Krebs und Herzinfarkt. Auf den Tellern landet aber eher "Schlappfood" - geschälter Reis, Weißmehl, kaum Gemüse, Salat oder Obst. Dabei können Ballaststoffe viel - mehr davon heißt weniger Körperfett und damit bessere Cholesterin- und Blutdruckwerte, geringere Neigung zu Diabetes, funktionierende Verdauung und geringeres Risiko für Dickdarmkrebs, betonen die Experten des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen.

Ungeliebte Ballaststoffe

Ballaststoffe seien heute unbeliebte Bestandteile der Nahrung. Gegessen wird mehr Brot aus Weißmehl als aus Vollkornmehl, Vollkornnudeln finden ganz selten Anwendung in unseren Küchen, geschälter Reis ist beliebter als Naturreis. Gemüse spielt immer noch nur die Rolle der Beilage, und auch Obst ist ein zu geringer Bestandteil unserer Ernährung.

Vollkornbrot oder Müsli

Dabei ginge es ganz leicht: 750 bis 1.000 Gramm Obst und/oder Gemüse sollte man täglich zu sich nehmen. Statt Semmeln, Croissants und ballaststoffarmen Frühstückscerealien empfehlen die Ernährungsforscher Vollkornbrot oder Müsli. Wer nicht gern frühstückt, sollte sich einen entsprechenden Snack einstecken. Knäckebrot stillt den Hunger zwischendurch besser als fett- und zuckerreiche Schokoriegel. Und Obst sättigt nicht nur, es bekämpft auch den Durst. (APA)

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