Bayern verbietet Kundgebung zu Todestag von Heß

9. August 2001, 12:25
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Veranstalter rechneten mit bis zu 1.500 Teilnehmern

Wunsiedel - Die bayrischen Behörden haben eine von Rechtsextremisten geplante Kundgebung zum Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß verboten. Der Landkreis Wunsiedel teilte am mit, dies gelte auch für alle Ersatzveranstaltungen. Die Kundgebung sollte am 18. August am Grab von Heß in Wunsiedel stattfinden. Antragsteller war der Rechtsextremisten-Rechtsanwalt Jürgen Rieger. Die Veranstalter rechneten mit bis zu 1.500 Teilnehmern.

Auch in den vergangenen Jahren waren ähnliche Veranstaltungen von Alt- und Neo-Nazis verboten worden. Heß war ein langjähriger Weggefährte Adolf Hitlers. Er nahm bereits an dessen Putschversuch 1923 in Bayern teil und war danach gemeinsam mit Hitler in Haft. In einer Geheimaktion flog Heß 1941 nach Großbritannien, angeblich um einen Separatfrieden auszuhandeln. 1946 wurde er in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu lebenslanger Haft verurteilt. (APA/dpa)

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