Raumfahrtkonzern EADS hat volle Auftragsbücher

9. August 2001, 12:17
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Auch die Flugzeugtochter Airbus verzeichnet Bestellungszuwächse

München - Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat vor allem wegen der Vollkonsolidierung der Tochter Airbus und steigenden Aufträgen für Zivilflugzeuge im ersten Halbjahr 2001 Umsatz und Ordereingang kräftig gesteigert. Während der Umsatz um 33 Prozent auf 14 Mrd. Euro (193 Mrd. S) gestiegen sei, habe sich der Auftragseingang mit 42,8 (Vorjahr: 24) Mrd. Euro fast verdoppelt, teilte der weltweit drittgrößte Konzern der Branche mit. An seinen Gewinnprognosen für das Gesamtjahr hielt der Konzern fest. Sollte der Dollar sein gegenwärtiges Niveau beibehalten, werde der Umsatz 2001 das bisher erwartete Wachstum von 20 Prozent sogar noch übertreffen, hieß es.

Tochter-Airbus mit Zuwächsen

Die Flugzeug-Tochter Airbus, die im Halbjahr erstmals zu 100 Prozent statt zu 80 Prozent wie im Vorjahr konsolidiert wurde, machte mit 9,98 Mrd. Euro rund 70 Prozent des Konzernumsatzes aus. Ohne die höhere Einberechnung von Airbus hätte das Umsatzwachstum bei EADS bei rund 14 Prozent gelegen. Airbus profitierte dabei von steigenden Aufträgen für Zivilflugzeuge. Allein während der Pariser Luftfahrtschau im Juni, die nur alle zwei Jahre stattfindet, seien 155 Verkehrsflugzeuge bestellt worden, teilte EADS mit. Damit liege der Auftragsbestand Ende Juni bei 1.714 Flugzeugen. Insgesamt seien im 1. Halbjahr 162 (Vorjahrszeitraum: 145) Airbus-Flugzeuge ausgeliefert worden. Für das Gesamtjahr würden 330 Auslieferungen erwartet.

Auftragsbestand 185 Milliarden

Im EADS-Konzern lag der Auftragsbestand den Angaben zufolge Ende Juni bei 185 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Auftragslage entspreche mehr als sechs Jahren Beschäftigung. "Unsere Erfolge im ersten Halbjahr bestätigen eindrucksvoll unsere Perspektive für das Gesamtjahr", erklärten die beiden EADS-Vorsitzenden Philippe Camus und Rainer Hertrich.

Zuversicht in der Flugzeugbranche

Die Co-Chefs teilten damit den Optimismus, der zumindest in der Flugzeugbranche für dieses Jahr herrscht. So hatte US-Rivale Boeing im Juli einen Anstieg des Umsatzes im zweiten Quartal 2001 um vier Prozent auf 15,4 Mrd. Dollar (rund 17,4 Mrd. Euro) bekannt gegeben und seine Umsatzprognose für 2001 um eine Milliarde Dollar auf 58 Mrd. hochgesetzt. (APA/Reuters)

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