Gericom legt sich mit Microsoft an

9. August 2001, 12:34
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Notebook-Hersteller bringt zum Jahresende PDAs auf den Markt - Ohne Microsoft Betriebssystem

Im vierten Quartal 2001 plant der österreichische Notebook-Hersteller Gericom, PDAs mit einem nicht näher beschriebenen "chinesischem Betriebssystem" auf den Markt zu bringen. Im Interview mit dem Magazin "ComputerPartner" nimmt Hermann Oberlehner, CEO der Gericom AG, Stellung zu den Zukunftsplänen: Demnach wird das Unternehmen sich bei den PDA-Betriebssystemen nicht mehr auf die von Microsoft vorgegebenen Standards stützen.

"Wir haben jetzt die ersten Prototypen fertig"

Wie Oberlehner einräumt, werden "die Lizenzen von den großen Anbietern nur sehr limitiert vergeben." Die Chinesen seien dagegen, so Oberlehner, unabhängig von den Microsoft-Standards, würden PDAs aber in einer von Mobilität und Spielfreude geprägten Kultur einen hohen Stellenwert zubilligen. Die Chinesen würden auf Microsoft "pfeifen, weil die Amerikaner ihre Anforderungen nicht verstehen", so Oberlehner im Interview. Daran scheint sich auch der Hersteller zu orientieren, denn die die Entwicklung der PDAs mit dem chinesischen Alternativsystem ist bereits weit fortgeschritten: "Wir haben jetzt die ersten Prototypen fertig", bestätigt Oberlehner.

Respekt

Der Manager glaubt, dass sich die asiatische Variante auch in Europa durchsetzen könnte. Eine derzeit bei der Universität in München von Gericom in Auftrag gegebene Studie bestätigt die rückläufige Akzeptanz des Microsoft-Standards im Consumer-Segment. So prognostiziert Oberlehner: "Beim PDA-Betriebssystem könnte es sein, dass Microsoft nicht mehr als der Standard überhaupt respektiert wird."

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