Texas: Staatsanwalt fordert Todesstrafe für fünffache Kindesmörderin

9. August 2001, 11:11
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Täterin plädierte auf Unzurechnungsfähigkeit

Houston - Die Staatsanwaltschaft in Houston will die Todesstrafe für die fünffache Kindesmörderin Andrea Yates beantragen. Zuvor hatte sich Yates bei der offiziellen Anklageerhebung unter Berufung auf Unzurechnungsfähigkeit für nicht schuldig erklärt. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Die Texanerin wurde zunächst wegen Mordes an der sechs Monate alten Mary, dem fünfjährigen John und dem siebenjährigen Noah angeklagt. Sie hatte der Polizei gestanden, im Juni in ihrem Haus in Houston ihre fünf Kinder in einer Badewanne ertränkt zu haben. Die 37-Jährige sprach vor Gericht nicht selbst, sondern ließ ihren Verteidiger für sich plädieren. Ihren Ehemann Russell, der in der ersten Reihe des Gerichtssaals saß, blickte Yates nicht an. Nach Aussagen von Russell Yates litt die Texanerin nach der Geburt ihrer Kinder unter schweren Depressionen.

Es war erwartet worden, dass Yates auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren würde. Einer ihrer Anwälte sagte der Presse, seine Mandantin sei noch immer nicht in der Lage, auch nur ein einfaches Gespräch zu führen. Zwei verschiedene Psychiater haben bereits ausgesagt, dass die Angeklagte nicht zurechnungsfähig sei. (APA/dpa)

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