Audi: Bestes Halbjahr der Firmengeschichte

9. August 2001, 11:17
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Trotzdem kritisiert VW-Chef Piech den Autohersteller

Ingolstadt - Nach dem besten Halbjahr der Firmengeschichte peilt die Volkswagen-Tochter Audi auch für das Gesamtjahr 2001 Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn an. "Wir erwarten, dass wir in allen wesentlichen Kennzahlen zulegen und den Trend des ersten Halbjahres fortsetzen", sagte ein Audi-Sprecher am Donnerstag in Ingolstadt. In den ersten sechs Monaten steigerte Audi den Gewinn vor Steuern um fast ein Fünftel auf 463 (2000: 388) Mill. Euro (6,371 Mrd. S). Der Oberklasse-Hersteller habe sich damit dem weltweiten Trend widersetzt, hieß es. An die Kunden lieferte Audi bis Ende Juni fast 369.000 Autos der eigenen Marke aus, 6,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bis Ende 2001 will das Unternehmen erstmals die Marke von 700.000 Audi-Fahrzeugen überspringen.

Umsätze steigen

Bei einem Umsatzzuwachs von 14,5 Prozent auf 11,43 Mrd. Euro (157,3 Mrd. S) verbesserte sich die Umsatzrendite auf 4,1 von 3,9 Prozent, wie Audi mitteilte. Das Konzernziel liegt bei einer Rendite von 6,5 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte Audi das Rekordergebnis aus dem Jahr 1999 mit 823 Mill. Euro vor Steuern nur knapp verfehlt.

Umsätze steigen

Einschließlich der übrigen Marken aus dem VW-Konzern, die die Vertriebstochter Autogerma in Italien verkaufte, lieferten die Ingolstädter in den ersten sechs Monaten mehr als 523.000 (489.000) Fahrzeuge aus. Die verlustreiche Sportwagen-Tochter Lamborghini übergab 162 (137) ihrer Luxuswagen an ihre Käufer.

Überseemärkte boomen

Audi profitierte vor allem von weiter boomenden Märkten in Übersee. In den USA stiegen die Verkaufszahlen im Vergleich zum Rekordjahr 2000 um 7,3 Prozent, in Brasilien wurden 43 Prozent mehr Fahrzeuge aus Ingolstadt an den Kunden gebracht. In Europa (ohne Deutschland) lag die Zuwachsrate nach Audi-Angaben bei 5,9 Prozent, während auf dem insgesamt rückläufigen deutschen Markt unter dem Strich noch ein Absatzplus von 3,6 Prozent auf knapp 130.000 Fahrzeuge stand.

Trotzdem Vorwürfe von Piech

Paefgen war zuletzt ins Visier von VW-Chef Ferdinand Piech geraten, der Audi in einem Interview "Stillstand" und ein zu konservatives Auftreten in der Produktpolitik vorgeworfen hatte. Spekulationen um eine Ablösung Paefgens waren in Wolfsburg aber zurückgewiesen worden. (APA)

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    Besonders in Übersee verkaufen sich die Autos aus Ingolstadt derzeit sehr gut

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