Fünfter palästinensischer Kollaborateur zum Tode verurteilt

9. August 2001, 10:48
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Soll für "Liquidierung" eines Extremisten verantwortlich sein

Nablus - Ein palästinensisches Sondergericht in Nablus im Westjordanland hat den 44 Jahre alten Munther Hafnawi wegen Landesverrats zum Tode durch Erschießen verurteilt. Es war das fünfte Todesurteil gegen einen mutmaßlichen Kollaborateur innerhalb einer Woche. Das Gericht befand den Mann für schuldig, seit etwa 23 Jahren mit Israel kollaboriert zu haben und durch seinen Verrat zum Tod des palästinensischen Extremisten Mahmud Madani im Februar dieses Jahres beigetragen zu haben. Hafnawi war bereits Stunden nach der "Liquidierung" Madanis wegen Kollaboration verhaftet worden.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Sondergericht insgesamt vier Todesurteile gegen mutmaßliche Kollaborateure verhängt. Die internationale Gefangenen-Hilfsorganisation amnesty international und andere Menschenrechtsorganisationen haben die Urteile scharf kritisiert. (APA/dpa)

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