Peru: "Leuchtender Pfad" tritt erstmals seit Jahren wieder in Erscheinung

9. August 2001, 09:07
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Maoistische Rebellen töten vier Polizisten

Lima - Erstmals seit fast zehn Jahren haben die maoistischen Rebellen vom "Leuchtenden Pfad" in Peru die Sicherheitskräfte wieder frontal angegriffen und vier Polizisten getötet. Das berichtete der Fernsehsender "Canal N". Die Polizisten seien bereits am Vortag in der Region Satipo im Bezirk Junin in einen Hinterhalt geraten, hieß es weiter. Dabei sei auch ein Hubschrauber unter Beschuss geraten. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Angaben.

Während der 80er Jahre hatten der Leuchtende Pfad (Sendero Luminoso) unter Leitung von Abimael Guzman den Staat mit zahlreichen Attentaten und Überfällen an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Zeitweilig wurde sogar befürchtet, die Rebellen könnten die Hauptstadt Lima erobern. Auch unter der Zivilbevölkerung in den Andenregionen waren die Rebellen wegen ihrer Grausamkeit gefürchtet.

Unter der Amtszeit des früheren Präsidenten Alberto Fujimori wurden die Rebellen jedoch gnadenlos bekämpft und konnten zurückgedrängt werden. Dabei soll es jedoch auch zu schweren Menschenrechtsverletzungen durch die Streitkräfte gekommen sein. Nach der Festnahme Guzmans 1992 löste sich die Bewegung weitgehend auf und machte kaum noch von sich reden. (APA/dpa)

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