Schlag gegen Kinderporno-Ring in den USA

8. August 2001, 19:16
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Im Rehmen der "Operation Avalanche" wurden 100 Verdächtige verhaftet

Washington - Im bisher größten Schlag gegen Kinderpornohändler im Internet haben die amerikanischen Justizbehörden rund 100 Verdächtige verhaftet. Im Mittelpunkt der zweijährigen Ermittlungen steht eine Firma in Fort Worth, Texas, mit dem Namen Landslide Productions, wie die Behörden am Mittwoch in Washington mitteilten.

Über Mittelsmänner in Russland und Indonesien betrieb der Kinderporno-Ring mehrere Internet-Server, über die Fotos mit pornografischen Darstellungen von Kindern verkauft wurden. Allein in einem Monat machte Landslide den Angaben zufolge einen Umsatz von 1,4 Millionen Dollar (1,60 Mill. Euro/22,0 Mill. S). Die Web-Site führte etwa 250.000 registrierte Kunden. Gegen einige von ihnen wurden Ermittlungen aufgenommen.

Während der Ermittlungen mit dem Decknamen "Operation Avalanche" (Lawine) wurden auch Videoaufnahmen beschlagnahmt, die Sexualverbrechen an einem vierjährigen Mädchen zeigen. Die Eigentümer von Landslide, Thomas und Janice Reedy, wurden bereits im vergangenen Jahr wegen sexueller Ausbeutung von Minderjährigen und des Vertriebs von Kinderpornografie verurteilt. Das Strafmaß wurde am Montag mit lebenslanger Haft für Thomas Reedy und 14 Jahren Gefängnis für seine Frau Janice festgesetzt. (APA/AP)

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