Erweiterung: Experten erwarten keine Massen-Einwanderung

9. August 2001, 09:43
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Nur drei Prozent der Osteuropäer wollen in nächsten 20 Jahren auswandern

Hamburg - Die Ängste vor einer Masseneinwanderung aus Osteuropa nach der EU-Erweiterung sind nach Ansicht von Wissenschaftlern weit überzogen. Nach einer am Mittwoch vorgestellten Studie des Hamburger Weltwirtschafts-Archiv (HWWA) dürften nur etwa drei Prozent der osteuropäischen Bevölkerung in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren in das Gebiet der heutigen EU ziehen. Von diesen zwei bis drei Millionen Menschen würden nur etwa ein bis 1,5 Millionen im Westen bleiben.

"Mit Blick auf die zu erwartende Schrumpfung der Bevölkerung in den heutigen EU-15-Ländern und dem damit einhergehenden Alterungsprozess dürften diese Zuwanderungsbewegungen kaum negativ ins Gewicht fallen", erklärte HWWA-Präsident Thomas Straubhaar, der Autor der Untersuchung. Drei Millionen Menschen entsprächen etwa 0,8 Prozent der EU-Bevölkerung. Von einer drohenden "Völkerwanderung" könne also keine Rede sein. (APA/AP)

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