Salzburg will keine fünf Jahre auf zweiten Tunnel warten

9. August 2001, 09:14
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SPÖ für Vorziehen des Tauern- und Katschberg-Ausbau

Salzburg - "Den Ausbau der zweiten Röhren durch Tauern und Katschberg auf 2006 zu verschieben ist für Salzburg unzumutbar", erkläerte Salzburgs SPÖ-Vorsitzende LHStv. Gabi Burgstaller als Reaktion auf Medienberichte, wonach Infrastrukturministerin Monika Forstinger erst in fünf Jahren mit dem Bau der zweiten Tunnels auf der Tauernautobahn beginnen wolle. "Für Salzburg ist das unerträglich lange.

Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und der Einsatzkräfte von Rettung, Feuerwehr und Exekutive, die bei jedem Unfall ihr Leben riskieren, steht auf dem Spiel", so Burgstaller.

2003 soll mit dem Bau begonnen werden

Offenenbar habe man in Wien den Unfall vom 29. Mai 1999 im Tauerntunnel schon wieder "verdrängt" und damit auch die Zusagen des Bundes für einen Bau. "In Salzburg laufen die Arbeiten der ÖSAG in Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung und den Gemeinden seit fast zwei Jahren. Ende 2003, Anfang 2004 rechnen wir mit einem Baubeginn für die zweiten Röhren und den Umwelt- und Lärmschutz", betonte Burgstaller.

Vielbefahrene Nord-Süd-Achse auf der Tauernautobahn hat Priorität

Wer jetzt von 2006 spreche, nehme die Anliegen Salzburgs nicht mehr ernst, so die SP-Chefin. Land und Straßenbaugesellschaft bemühten sich gerade, mit den betroffenen Bürgern ein Einverständnis für den Bau der Röhren und die Umweltstrukturmaßnahmen zu erzielen. Auch Mittel aus der EU sollen "angezapft" werden. Wiener "Verschiebungspläne" würden diesen Prozess "verwässern". Burgstaller: "Wenn nicht bald gebaut wird, stirbt das Projekt vielleicht. Dabei muss die vielbefahrene Nord-Süd-Achse auf der Tauernautobahn Priorität haben, denn die alljährlichen Staus haben die Grenzen des Erträglichen längst erreicht." (APA)

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