Helikopter-WM 2002 in Aigen: Veranstalter erwarten 40.000 Besucher

8. August 2001, 17:09
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15 Hubschrauberteams Trainieren in der Steiermark

Graz - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: In diesem Fall sind es die Silhouetten von Helikoptern, die im steirischen Aigen im Ennstal (Bezirk Liezen) bereits jetzt eine Trainingswoche für die 11. Hubschrauber-WM einlegen, die nächstes Jahr von 5. bis 11. August am Bundesheer-Fliegerhorst Aigen stattfinden wird.

Derzeit üben zehn Teams aus Österreich, ein japanisches, ein deutsches und drei britische Teams. Das Heer plant im Rahmen der WM auch einen Flugtag und will dabei seine neuen Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-70 "Blackhawk" erstmals vorstellen.

Ob das Heer bei der WM als Mitveranstalter auftritt, ist laut Oberst Wolfgang Tesar von der Fliegerdivision vor allem eine finanzielle Frage. Veranstalter ist jedenfalls der Österreichische Aeroclub. Die Gesamtkosten werden sich auf rund vier Mill. S (290.691 Euro) belaufen, wobei rund 1,4 Mill. S durch das Nenngeld von 20.000 S pro Team abgedeckt werden. Die restlichen 2,6 Mill. S müssten auf den Mitveranstalter Land Steiermark, den Bund sowie das Bundesheer entfallen. "Es ist vor allem eine Sponsorenfrage", so Tesar, "wobei wir mit Sikorsky verhandeln und den Fluguhrenhersteller Breitling bereits an Bord haben." Die Haftungsfrage ist klar. Jedes Team muss sein Fluggerät versichern und für etwaige Schäden selbst aufkommen.

Auf einen Tourismusimpuls für die Region hofft Hans Köstner vom steirischen Tourismusverband, der auch schon die Abwicklung des Flugtages "Airpower" im Jahr 2000 in Zeltweg mit rund 250.000 Besuchern unter sich hatte: "Wir haben eine klaren Auftrag von Tourismuslandesrat Gerhard Hirschmann (V), die umliegenden Gemeinden einzubinden." Heer und Tourismusverband erwarten an den zwei Trainings- und den drei Wettbewerbstagen rund 40.000 Besucher. Der Eintritt wird frei sein, eventuell kostet der spezielle Bundesheer-Flugtag im Rahmen der WM Eintritt - dies jedoch nur, wenn das Heer nicht als Veranstalter auftritt. Erwartet werden rund 60 Teams aus bis zu 16 Nationen, darunter die USA, Japan, Ukraine, Kroatien, Slowakei, Frankreich oder Russland.

Derzeit trainiert auch ein Damenteam aus Graz in Aigen: Die Bauplanerin Barbara Gobli pilotiert einen ultraleichten "Robinson 22" mit ihrer Navigatorin, der Trofaiacher Gendarmeriebeamtin Sandra Brechtler: "Wir wollen gut abschneiden, doch fliegen wir erst seit Mai gemeinsam. Und wenn man die anderen Mitbewerber ansieht...", spielt Gobli auf die Profis unter den Sportfliegern an. Auch ein Team aus Japan flitzt im Kleinhubschrauber auf die Ennstaler Wiesen - Kengo Katai von der Tokioter Alpha Aviation: "Wir haben zwar auch Berge in Japan, aber hier ist es schon anders. Wir wollen jedenfalls unter die ersten drei kommen." Bei der WM in Sevilla 2000 wurde das Alpha-Team ebenfalls dritter. Die Japaner lobten die Organisation in Österreich über den grünen Klee: "Beste Bedingungen." (APA)

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