EU-Kommission genehmigt umfassende Hilfsprogramme

8. August 2001, 13:46
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Über 16 Millionen Euro zur Linderung von humanitärem Leid bereit gestellt

Brüssel - Die EU-Kommission hat am Mittwoch humanitäre Hilfsmaßnahmen im Wert von 16,2 Mill. Euro (223 Mill. S) beschlossen. Zu Gute kommen die Mittel Palästina (fünf Mill. Euro), Kambodscha (4,2 Mill. Euro), Indonesien (2,2 Mill. Euro), Burma (zwei Mill. Euro), Burkina Faso und dem Tschad (gemeinsam 1,6 Mill. Euro) sowie China (1,2 Mill. Euro).

In den Palästinensergebieten will die EU mit den zur Verfügung gestellten Mitteln vor allem der aus der im Herbst vergangenen Jahres ausgebrochenen Krise resultierenden schlechten Ernährungslage entgegen wirken. 220.000 Familien im Westjordanland und im Gazastreifen sollen während der kommenden sechs Monate ausreichend mit Nahrung versorgt werden.

Brennpunkt Kambodscha

In Kambodscha gehe es vor allem darum, in benachteiligten Regionen wie Preah Vihar oder Mondol Kiri, die sich noch immer nicht richtig von drei Jahrzehnten Krieg erholen konnten, für sichereres Wasser und Sanitäreinrichtungen in den einzelnen Haushalten zu sorgen. Unterstützt werden auch Gesundheitsmaßnahmen sowie die Reintegration von vormals Geflüchteten in ihre Heimatgemeinden.

In Indonesien hätten die gewalttätigen Ausschreitungen auf den Molukken, Timor und Borneo zu humanitären Krisensituationen geführt. Hier solle vor allem den Opfern der ethnischen, religiösen und politischen Konflikte geholfen werden. Trinkwasser, Medikamente und Nahrungsmittel sollen in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.

Brennpunkt Burma

In Burma hätten mehr als 40 Prozent der Bevölkerung immer noch keinen Zugang zum Gesundheitssystem, nur 32 Prozent hätten Zugang zu sicherem Trinkwasser. Diarrhoe, Cholera und Malaria seien daher weit verbreitet. Im Vordergrund stehe daher das Bereitstellen von sauberem Wasser. Die zur Verfügung gestellten Mittel sollen aber auch dazu dienen, über die richtige Ernährung, Aids und Familienplanung zu informieren.

Brennpunkt Afrika

Burkino Faso und der Tschad seien sehr anfällig für Meninigits-Epidemien. Der letzte Ausbruch sei im April dieses Jahres fest gestellt worden. 4.244 Menschen seien erkrankt, 430 davon seien gestorben. Die EU-Mittel sollen nun vor allem für Impf-Kampagnen verwendet werden.

In China hat die EU vor allem die innere Mongolei im Auge. In diesem Gebiet hätten die Menschen unter schlimmen Wetterbedingungen gelitten. Das habe die Landwirtschaft - vor allem die Viehzucht - stark beeinträchtigt. Nun gehe es darum, die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicher zu stellen, aber auch etwa durch Schneestürme zerstörte Schulen wieder aufzubauen. (APA)

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