EMTS will expandieren

8. August 2001, 13:39
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Handydienstleister sieht Zukunft in Frankreich, Holland und Finnland

"Die EMTS steht vor dem Beginn einer neuen Phase", verkündete der Vorstandschef des an der Zürcher Börse notierten Salzburger Handydienstleisters EMTS, Franz Guggenberger, bei der Analysten- und Pressekonferenz zu den Ergebnissen des 1. Halbjahres 2001 am Mittwoch. Industrie und Hersteller würden auf paneuropäische Partner und Verträge setzen, das bedinge für EMTS eine Steigerung der Produktivität über den Einsatz von Massenproduktion und die Schaffung von Kapazitäten für die Zukunft, fuhr Guggenberger fort.

EMTS auf dem Weg zu einem mittelgroßen Unternehmen

"EMTS hat gute Chancen, ein mittelgroßes Unternehmen aus europäischer Sicht zu werden", umriss Guggenberger die weiteren Wachstumsziele. Der Outsourcing-Trend in der Handy-Branche habe sich verstärkt, das habe eine starke Konzentration auf wenige Firmen zur Folge. "EMTS hat die Kapazitäten aufgebaut, um das bewältigen - und das können nicht viele", so Guggenberger weiter.

"Der nicht austauschbare Partner"

Die EMTS müsse sich weiter als nicht austauschbarer Partner am Markt etablieren, nannte Guggenberger einen "Erfolgsfaktor für die Zukunft". Daher ist laut Guggenberger neben der Nutzung der Economies of Scale die technische Entwicklung im Konzern eine "Strategie für die Zukunft". Damit man auch 2002 in der Lage sei, erste Geige zu spielen.

Ziele sind Frankreich, Holland und Finnland

Als nächste Expansionsziele nannte Guggenberger Frankreich, die Niederlande und Finnland. "Wir haben noch immer fast 30 Mill. Euro Cash in der Kriegskasse zum Einkaufen", hob der EMTS-Finanzvorstand Christian Roitinger hervor. Der Handydienstleister wird sich jedoch laut Roitinger weiterhin auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Wenn man bei einer Akquisition etwas außerhalb dieses Bereichs mitkaufe, werde man es sofort wieder abstoßen.

Mit Halbjahresergebnissen "sehr, sehr zufrieden"

Mit den Halbjahresergebnissen zeigte sich Guggenberger "sehr, sehr zufrieden" und zog einen Vergleich mit einem Langstreckenläufer, der sich über der Marschroute befindet. Im Gesamtjahr 2000 habe EMTS rund 1,5 Mill. Mobiltelefone "serviciert", im 1. Halbjahr 2001 seien es schon 1,1 Mill. Handys gewesen, so Guggenberger. Verkaufsrückgänge würden auch nicht das Entwicklungspotenzial beeinflussen, da die bereits am Markt vorhandene Anzahl der Geräte für EMTS relevant sei.

Umsatz um 139 Prozent gestiegen

EMTS konnte im 1. Halbjahr 2001 das kumulierte EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 104 Prozent auf 11,9 Mill. Euro (163,7 Mill. S) steigern. Der Umsatz stieg um 139 Prozent auf 74,6 Mill. Euro. Der Umsatz des 2. Quartals wuchs gegenüber der Vorjahresperiode um 136 Prozent auf 40,2 Mill. Euro, das EBITDA um 103 Prozent auf 6,4 Mill. Euro und der Nettogewinn um 125 Prozent auf 3,2 Mill. Euro. (APA)

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