Kärnten: Geldstrafe für Vizeleutnant wegen Amtsmissbrauchs

8. August 2001, 13:18
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Soldaten für private Arbeiten "abkommandiert"

Klagenfurt - Wegen Amtsmissbrauchs wurde am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt ein aus Kärnten stammender Vizeleutnant des Bundesheeres zu einer unbedingten Geldstrafe von 72.000 Schilling und vier Monaten Haft bedingt verurteilt. Der Angeklagte nahm die Strafe an.

Der 39-jährige Bundesheer-Bedienstete,nebenberuflich Feuerwehrkommandant war geständig, zwischen 1996 und 1999 mehrmals Grundwehrdiener für "artfremde" Arbeiten eingesetzt zu haben. Dabei ging es in erster Linie um Bau- und Transportarbeiten im Zusammenhang mit einem Feuerwehrhaus. An die dafür abkommandierten Soldaten wurde in dieser Zeit keine Verpflegung ausgegeben.

Der Verteidiger warf ein, dass die Arbeiten zum Wohle der Allgemeinheit getätigt worden wären und kein Schaden erwachsen sei. Dem widersprach Richter Manfred Herrnhofer: "Das Heer und der Staat sind vor allem im ideellen Sinn geschädigt worden." Daher sei die Strafe angemessen. (APA)

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