Magerer 1:0 Erfolg Rapids gegen SP Cosmos

9. August 2001, 22:47
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Roman Wallner traf schon in der 10. Minute - Die Fans wollten "Rapid sehen"

Serravalle/San Marino - Der Aufstieg des SK Rapid in die Hauptrunde des UEFA-Cups sollte am 23. August im Hanappi-Stadion (18:00 Uhr) zwar nicht in Frage gestellt sein, doch zumindest im Qualifikations-Hinspiel beim Meister von San Marino, SP Cosmos, hinterließen die Wiener nicht gerade einen bestechenden Eindruck. Sie traten am Donnerstag beim in der 86. Minute durch einen Stangenkopfball von Podovani sogar gefährdeten 1:0-Sieg in Serravalle als Minimalisten auf, vermochten auch gegen den unterklassigen Gegner ihr Formtief nicht zu überwinden.

Beim vierten Versuch eingenetzt

Nach dem 0:4-Heimdebakel am Sonntag gegen den GAK gingen die Hütteldorfer in San Marino wenigstens vom Anpfiff weg mit Ambition zur Sache, wollten so schnell wie möglich zum Torerfolg kommen. Nach Möglichkeiten für Ivanschitz (2.), Wallner (4.) und Lagonikakis (8.) führte der vierte Versuch und der dritte mit dem Kopf in der zehnten Minute zum 1:0. Wallner versenkte eine der Prisc-Flanken ins Netz.

Podovani mit "Stangenpech"

Damit nahm der Elan der Gäste auch schon ab, auch wenn bis zur Pause Ivanschitz (19.), Prisc (33.) und Lagonikakis (41.) weitere Möglichkeiten vorfanden. Auf der Gegenseite kamen die recht defensiv eingestellten Hausherren drei Mal in die Nähe des Rapid-Tores, wobei allerdings nie wirklich Gefahr ausging. Protti (23.), Colonna (30.) und Montagna (34.) trafen meist aus größerer Distanz das Gehäuse von Maier, der in der gesamten Spielzeit nicht einen einzigen Schuss halten musste, nicht. Bei der einzigen wirklichen Cosmos-Chance durch Podovani wäre er vermutlich geschlagen gewesen, doch der Kopfball landete an der Stange.

Das zweite Tor für Österreichs Rekordmeister lag nach der Pause mehrmals in der Luft, doch trafen Wagner (49.), Ratajczyk (58.), Wallner (64./nach dem einzigen Fehler des guten Torhüters Ricci, und 69.), Prisc (78.) und Freund (80.) nicht ins Tor.

"Wir wollen Rapid sehen"

An die 200 Rapid-Fans hatten ihre Mannschaft nach San Marino begleitet, die ihren Unmut über die Leistung ihrer derzeit in Ungnade gefallenen Lieblinge nach der Pause mehrmals lautstark kundtaten. Als sich die Spieler nach dem Schlusspfiff nicht von ihnen verabschiedeten, stellten sie sich in der Nähe der Umkleidekabine auf und bedachten die Mannschaft und ihren Trainer mit Sprechchören wie "Wir sind Grüne und ihr nicht", "Wir wollen Rapid sehen" und "Dokupil raus".

Ernst Dokupil meinte zum Match: "Ich habe diesen Gegner gesehen und gewusst, dass er so defensiv nur auf Resultat spielen wird. Es war klar, dass wir nur über die Flanken zu Chancen kommen werden." (APA)

  • SP Cosmos - Rapid 0:1 (0:1) (Stadio Olimpico Serravalle, Donnerstag, 20:30 Uhr, 1.130 Zuschauer, Schiedsrichter: Kostadin Kostadinow/BUL)

    Tor: Wallner (10./Kopf)

    Cosmos: Ricci - Celli, Podavini, Gasperoni, Rossi - Taberini, D. Berti (63. Manzaroli), Marinelli, Colonna (55. Morri) - Protti (71. Palazzi), Montagna

    Rapid: Maier - Schöttel, Ratajczyk, Zingler - Prisc, Freund, Ivanschitz (73. Saler), Lagonikakis, Taument (81. Jazic) - R. Wagner (67. Maletic), Wallner

    Gelbe Karte: Rossi

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