Test zur Risiko-Identifikation eines plötzlichen Herztodes

8. August 2001, 13:04
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Übertragung elektrischer Impulse im Herzen kontrolliert

Cambridge - Forscher des Papworth Hospital um Richard Saumarez haben einen Test entwickelt, der das Risiko eines plötzlichen Herztodes (SAD) identifizieren kann. Diese Erkrankung gehört zu den häufigsten unerwarteten Todesursachen unter 30 Jahren und fordert in England wöchentlich bis zu vier Todesopfer. Die Hälfte der Betroffenen scheint auf den ersten Blick gesund zu sein. Der Test basiert auf der Identifizierung von Verzögerungen in der Übertragung elektrischer Impulse im Herzen. Ist das Risiko eines plötzlichen Herztodes bekannt, kann der Patient mit einem implantierbaren Defibrillator ausgestattet werden. Bis jetzt soll der Test laut BBC bereits vier Patienten das Leben gerettet haben. Die British Heart Foundation hat die Entwicklung des Tests mit 200.000 Pfund (324.000 Euro) unterstützt.

Das Forscherteam konzentrierte sich auf Patienten mit hypertrophischer Kardiomyopthie (HCM), einen der verbreitetsten genetischen Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod. Bei HCM handelt es sich um eine Verdickung des Herzmuskels, die zu einem unregelmäßigen Herzschlag führt. Dieser Zustand kann Atemlosigkeit und Brustschmerzen verursachen. Das Bestehen einer Erkrankung wird vielfach jedoch nicht rechtzeitig erkannt.

Die elektrischen Impulse im Herzen sind für sein reibungsloses Funktionieren verantwortlich. Damit in Zusammenhang steht das Kammerflimmern, eine potenziell tödliche Störung des Herzrhythmus, die ein Zittern des Herzens verursacht. Ist ein Defibrillator vorhanden, reagiert er entsprechend auf Unregelmäßigkeiten. (pte)

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