An einer zweiten Röhre im Ambergtunnel wird bereits seit Mai gebaut

8. August 2001, 11:26
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An Spitzentagen sind fast 40.000 Fahrzeuge unterwegs

Wien - Der Ambergtunnel auf der Rheintalautobahn ist mit exakt 2.978 Metern Länge eher einer der kürzeren einröhrigen Tunnel in Österreich. Wegen der hohen Verkehrsdichte wurde jedoch bereits heuer im Mai mit dem Bau einer zweiten, etwa 700 Millionen Schilling teuren Röhre begonnen. Die Freigabe ist allerdings erst für September 2003 geplant.

Bereits seit dem Jahr 1985 ist eine "Oströhre" zur Entlastung der Durchfahrt von Feldkirch in Betrieb. Die durchschnittliche Tagesbelastung liegt bei rund 22.000 Fahrzeugen. An Spitzentagen - vor allem an Reisewochenenden - wurden bis zu 38.000 gezählt. Vor den Portalen stauen sich dann die Urlauberkolonnen bis zu zwei Kilometer lang.

Reflektoren zur Orientierung

Vor etwa vier Monaten sind im Ambergtunnel in der Fahrbahnmitte Reflektoren angebracht worden, erklärte Asfinag-Sprecher Harald Dirnbacher. Sie sollen nicht nur der Orientierung dienen, sondern auch Lenker auf das Überfahren der Sperrlinie aufmerksam machen.

Fünf Mitarbeiter der Straßenmeisterei sind laut Dirnbacher ständig in Rufbereitschaft, um Reparaturen im Ambergtunnel möglichst rasch durchführen zu können. Sollte es technische Störungen geben, wird vollautomatisch die Autobahnmeisterei in Hohenems alarmiert.

Nach der Freigabe der "Weströhre" im Jahr 2003 können sich Autofahrer allerdings nur kurz über eine Entschärfung des Nadelöhrs zwischen Bodensee und Arlberg freuen. Für das Jahr 2004 ist die rund 100 Millionen Schilling teure Sanierung der dann bereits 19 Jahre alten "Oströhre" vorgesehen. (APA)

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