Jugoslawien wünscht Mitgliedschaft in "Partnerschaft für den Frieden"

8. August 2001, 10:55
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Verteidigungsminister Krapovic: Mitgliedschaft "sehr wichtig und unausweichlich"

Belgrad - Jugoslawien wünscht mehr als zwei Jahre nach Ende der NATO-Luftangriffe eine volle Mitgliedschaft im NATO-Programm "Partnerschaft für den Frieden". Dieser Prozess sei schon eingeleitet worden, denn die Mitgliedschaft sei "sehr wichtig und unausweichlich", sagte der jugoslawische Verteidigungsminister Slobodan Krapovic der Belgrader Zeitung "Politika" (Mittwochausgabe). Nur auf diese Weise könne der Bundesstaat aus Serbien und Montenegro erhalten bleiben und die notwendige Demokratisierung durchgeführt werden.

Der Beitritt müsse jedoch gut durchgedacht und vorbereitet werden, denn eine so "dramatische" Wende werde bestimmt auf inneren Widerstand und Unverständnis der "konservativen" Kräfte stoßen. "Wir haben Kriege geführt und sie verloren und haben nach diesen fürchterlichen Erfahrungen verstanden, dass es keine ewige Feindschaften gibt", sagte der Minister. (APA/dpa)

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