Italienische Theatergruppen mobilisieren für "VolxTheaterKarawane"

8. August 2001, 10:32
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Appell zur Freilassung der österreichischen Aktivisten

Rom - Die inhaftierten Mitglieder der VolxTheaterKarawane erwecken das Interesse der italienischen Theaterwelt. Nach Angaben des Dachverbands der italienischen Globalisierungsgegner "Genoa Social Forum" haben politische Theatergruppen in Italien eine Solidaritätskampagne mit den 25 Aktivisten der VolxTheaterKarawane begonnen, die am 22. Juli nach dem G-8-Gipfel in Genua festgenommen worden sind.

Per Internet sammeln einige italienische Theatergruppen Unterschriften, um ihre Solidarität mit den österreichischen Inhaftierten zu bekunden. "Wir wollen unsere Sorge wegen der Inhaftierung der VolxTheaterKarawane ausdrücken, die seit über einem Monat in ganz Europa unterwegs war und Aufführungen über Migration und Globalisierung organisierte. Die italienische Polizei wirft ihnen Verwüstung und Plünderung vor. Die einzigen Beweise gegen die österreichische Gruppe sind aber schwarze T-Shirts, Gasmasken und Keulen, die sie als Theaterrequisiten für ihre Aufführungen verwendeten. Ihre unglaubliche Verhaftung ist ein Zeichen des Klimas von Chaos und Gewalt, das die Meinungsfreiheit bedroht", liest man im Appell.

"All jene Personen, die an die Freiheit des Theaters glauben, werden aufgefordert, sich für die Freilassung der österreichischen Künstlers einzusetzen. Der Ausdruck der freien Kreativität, die reinste und nobelste Form der Kommunikation, darf nicht unterdrückt werden", so der Appell. Das "Genoa Social Forum" hofft, dass der Appell auch von bekannten Künstlern unterzeichnet wird. Wichtig sei es, den Justizbehörden klar zu machen, dass die österreichischen Aktivisten wirklich Künstler seien, die keinerlei Verbindungen mit der Anarchistengruppe Black Block haben, wie die Staatsanwälte behaupteten, betonten Mitglieder des Dachverbands. (APA)

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