Thrombose-Risiko auf Langstreckenflügen

8. August 2001, 10:19
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In der Studie der australischen Regierung werden ärztliche Reiseunterlagen ausgewertet

Canberra - Die australische Regierung will das Thrombose-Risiko auf Langstreckenflügen in einer Studie untersuchen. Um den Prozentsatz Betroffener herauszufinden, werden in der Studie bis zu 10.000 ärztliche Reiseunterlagen ausgewertet, wie der stellvertretende Ministerpräsident John Anderson am Mittwoch erklärte. Dabei werde der Datenschutz strikt beachtet. Erste Ergebnisse der Untersuchung würden im März erwartet. Anhand der Studie könnten Experten dann besser einschätzen, ob weitere Schritte nötig seien oder Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssten.

Im Oktober war eine junge Britin nach einem Flug von Australien nach London an einer Thrombose gestorben. In den Medien wurde ausführlich über diesen Fall von "Touristenklasse-Syndrom" (DVT) berichtet.

Im März erklärten Medizinexperten und Vertreter internationaler Luftverkehrsgesellschaften auf einer Tagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, zwischen Langstreckenflügen und dem Auftreten tödlicher Blutgerinnsel in der Lunge bestehe wahrscheinlich ein Zusammenhang. Inzwischen haben mehrere Flugpassagiere Klagen gegen verschiedene Fluglinien und die australische Luftfahrtbehörde (CASA) eingereicht. (APA)

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