Fidel Castro: Seit über 40 Jahren an der Macht

8. August 2001, 08:52
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La Havanna/Wien - Die Ära von Fidel Castro begann am 1. Jänner 1959. Mit der Flucht des Diktators Fulgencio Batista triumphierte die kubanische Revolution unter seiner Führung. Am Montag feiert "El Comandante" seinen 75. Geburtstag. In Folge die wichtigsten Ereignisse seines Lebens:

13. August 1926 (nach anderen Quellen 1927): Fidel Castro Ruz wird in Biran im Osten Kubas geboren.

26. Juli 1953: Missglückter Sturm auf die Moncada-Kaserne.

September 1953: Castro wird zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Mai 1955: Castro wird amnestiert. Er geht nach Mexiko und bereitet die Invasion von Kuba vor.

2. Dezember 1956: Castro und 82 andere Rebellen landen an der Playa Las Coloradas.

28. Dezember 1958: Mit der Einnahme Santa Claras durch eine von Che Guevara geführte Einheit ist der Kampf gegen Batista entschieden. Der Diktator flüchtet ins Exil.

4. Jänner 1959: Castros Truppen ziehen in Havanna ein.

Februar 1959: Castro wird Ministerpräsident.

16. April 1961: Castro erklärt Kuba zu einem sozialistischen Staat.

19. April 1961: Exilkubaner scheitern mit einem vom CIA unterstützten Invasionsversuch.

31. Jänner 1962: Kuba wird auf Drängen der USA aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgeschlossen.

Februar/März 1962: Die USA verfügen eine Wirtschaftsblockade gegen Kuba.

Februar/März 1962: USA verfügen Wirtschaftsblockade gegen Kuba.

Oktober 1962: Die Sowjetunion stationiert Mittelstreckenraketen auf Kuba. US-Präsident John F. Kennedy verhängt eine Seeblockade. Nach 13 Tagen werden die Raketen abgezogen.

1976: Mit Inkraftreten der neuen kubanischen Verfassung wird Castro zum Staatschef ernannt.

September 1979: Bei der Gipfelkonferenz der Blockfreien Staaten in Havanna wird Fidel Castro zum Vorsitzenden gewählt.

April 1980: Nach der Besetzung der peruanischen Botschaft durch Tausende Kubaner in Havanna reisen mehr als 120.000 Menschen legal aus.

26. Juli 1993: Castro verkündet die Legalisierung des Dollarbesitzes und weitere Wirtschaftsreformen.

August 1994: Mehr als 30.000 Kubaner fliehen auf selbstgebauten Floßen in Richtung USA. Im Mai 1995 kommen Washington und Havanna zur Einigung, dass die USA jene Boots-Flüchtlinge, die auf See aufgegriffen wurden, wieder nach Kuba zurückbringen.

21. bis 25. Jänner 1998: Besuch von Papst Johannes Paul II. auf Kuba. Er übt Kritik am US-Embargo, fordert Kuba aber zur Öffnung auf.

November 1999 - April 2000: Die Affäre um das Flüchtlingskind Elian belastet die Beziehungen zwischen den USA und Kuba. Elian war mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in einem Boot aus Kuba geflohen und überlebte als Einziger die Überfahrt. Seine Verwandten in Miami scheiterten vor der US-Justiz mit dem Versuch, das Kind in Florida zu behalten. Ende Juni kehrt Elian mit seinem leiblichen Vater nach Kuba zurück.

25. Juni 2001: Castro erleidet bei einer Rede vor laufenden TV-Kameras einen Schwächefall.

29. Juni 2001: Castro nennt seinen Bruder Raul als Wunschnachfolger.

27. Juli 2001: Mehr als eine Million Menschen beteiligen sich in Havanna an einer Großkundgebung zum kubanischen Revolutionstag. (APA)

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