Neue Welle der Gewalt nach Scheitern des indisch-pakistanischen Gipfels

8. August 2001, 07:56
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Feuerüberfall auf Bahnhof im Süden Kaschmirs fordert elf Tote

Srinagar - Bei einem Feuerüberfall auf den Bahnhof von Jammu im indischen Teil Kaschmirs haben moslemische Rebellen zehn Menschen erschossen. Die Polizei tötete einen der drei Angreifer, die beiden anderen konnten entkommen. Sie waren auf eine Empore gestiegen und hatten mit Maschinenpistolen auf Passagiere geschossen, die aus einem Zug ausstiegen.

Am 25. Juni waren in Jammu bei einer Bombenexplosion sieben Menschen getötet worden. Am vergangenen Samstag hatten mutmaßliche Moslemextremisten in Kaschmir 17 Hindus entführt und ermordet.

Seit dem Scheitern des indisch-pakistanischen Gipfels im Juli haben sich die Spannungen in Kaschmir wieder verschärft. Nach dem Gipfel sind mehr als 150 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Indien wirft Pakistan vor, die Moslemseparatisten mit Waffen und logistisch zu unterstützen. Islamabad bestreitet dies. (APA/dpa)

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