NATO fordert von Mazedonien Amnestie für UCK-Kämpfer

8. August 2001, 16:18
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Bedingung: Freiwillige Waffenabgabe

Skopje - Der NATO-Gesandte für Südserbien, Pieter Feith, hat von der mazedonischen Regierung eine Amnestie für die Albanerrebellen verlangt. Davon sollten all jene Kämpfer der "Nationalen Befreiuungsarmee" UCK profitieren, die freiwillig ihre Waffen abgäben, heißt es in dem Dokument. Feith habe seinen Vorschlag Präsident Boris Trajkovski bei den Friedensgesprächen in Ohrid unterbreitet, sagte ein Vertreter der Regierung in Skopje am Dienstag.

In dem Dokument formuliert Feith das Ziel, die Rebellen "wieder in die Gesellschaft zu integrieren". Ausgenommen von der Amnestie sollten jedoch all jene UCK-Kämpfer sein, die sich Verbrechen schuldig gemacht hätten, die das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ahndet. Die mazedonische Regierung will dem Vorschlag nach Angaben eines Vertreters in dieser Fassung vorerst nicht zustimmen. Die mazedonische Seite hatte am Montag verlangt, die UCK müsse vor Abschluss eines Friedensabkommens ihre Waffen abgeben. Die Gespräche waren daraufhin kurzfristig unterbrochen worden. (APA/AP)

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