Neuer Ansatz zur Behandlung von Krebs

7. August 2001, 20:27
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Für Patienten weniger belastend

Jerusalem - Forscher des Lautenberg Center der Hebrew University of Jerusalem haben einen neuen und sicheren Ansatz zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt. Anders als bei der Chemotherapie werden die Krebszellen dazu bewegt, in einem Ruhezustand zu bleiben. Entscheidender Vorteil des neuen Verfahrens soll die bessere Verträglichkeit für die Patienten sein. Die Wirksamkeit des neuen Ansatzes wurde bereits an Mäusen nachgewiesen.

Das Team um Eitan Yefenov hat ein Verfahren geschaffen, das ein toxisches Molekül mit einem Antikörper verbindet, der gegen bestimmte Rezeptoren von Krebszellen gerichtet ist. Durch die Einbringung dieses Materials in die Blutbahn kann die Krebszelle dazu gebracht werden, den gesamten Komplex zu verinnerlichen. In der Folge inaktiviert das Toxin die Krebszelle und hindert sie so an der Weitervermehrung. Der Krebs hört, auch falls er nicht ganz zerstört ist, auf zu wachsen und befindet sich in einem Ruhezustand. Dass Patienten mit ruhenden Krebszellen für lange Zeit ein gesundes Leben führen können, ist bereits bewiesen. (pte)

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