Deutsche Bank bestätigt Verkauf von 44 Millionen Telekom-Aktien

7. August 2001, 21:55
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Keine Angaben über Verkäufer

Die Deutsche Bank hat am Dienstag ein Paket von 44 Millionen Aktien im wertmäßigen Volumen von 1,04 Mrd Euro (14,3 Mrd. S) der Deutschen Telekom AG, Bonn, zum Ausgabepreis von 23,60 Euro platziert. Dies bestätigte das Bankinstitut, machte aber keine Angaben über den Verkäufer. Händler werteten dies als Zeichen, dass Großinvestoren keine Hoffnung auf kurzfristige Kurssteigerungen hätten. Die Gerüchte über den möglichen Verkäufer konzentrierten sich auf die Sonera Oy, Helsinki und die Hutchison Whampoa Ltd, Hongkong.

Während bei Hutchison kein Verantwortlicher für eine Stellungnahme erreicht werden konnte, lehnte Sonera einen Kommentar zu den Marktgerüchten ab. Ein Sprecher fügte hinzu, dass man den Verkauf von 34 Millionen Aktien der Deutschen Telekom plane, es aber eine Lock-Up-Frist gebe, die es nicht erlaube, vor dem 1. September zu verkaufen. Andere Händler vermuteten, dass die Bundesregierung hinter dem Geschäft stecke. Sie sei an keine Lock-Up-Frist gebunden und halte 43 Prozent der Anteile an der Deutschen Telekom. Ein Sprecher des Finanzministeriums verneinte jedoch, dass die Regierung einen solchen Schritt vorgenommen habe. Man warte noch auf bessere Marktbedingungen, bevor es zu einem Verkauf komme, hieß es.

Die Platzierung von Aktien durch die Deutsche Bank erfolgte einen Tag, nachdem die Deutsche Bank ihre Einstufung der Telekom auf "buy" bestätigt hatte. Das Institut erklärte, die Kursperformance hänge kurzfristig vom Verhalten der größten Telekom-Aktionäre ab. (APA)

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