Neues Bussystem soll in zwei Jahren PCI-Architektur ablösen

7. August 2001, 18:57
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Arapahoe bringt PC intern auf Trab

Die immer höheren Taktfrequenzen der Prozessoren in einem Computer bringen nur wenig, wenn die Kommunikation mit den anderen Komponenten im Rechner mit der Geschwindigkeit nicht mithalten kann. Die traditionelle PCI-Architektur ist mit ihrer Leistungsfähigkeit inzwischen an ihren Grenzen angelangt, sodass ein neues Bussystem mittelfristig unabdingbar ist. Die Zukunft heißt "Arapahoe" - unter diesem Codenamen sollen Ende des Monats auf dem Intel Developer Forum in San Jose, einer der wichtigsten Entwicklerkonferenzen auf dem PC-Sektor, die ersten offiziellen Spezifikationen für ein neues Hochleistungs-Bussystem veröffentlicht werden.

An der Entwicklung, die auch unter dem Namen 3GIO gehandelt wird (die Abkürzung steht für 3rd Generation Input/Output, also Ein- und Ausgabesystem der dritten Generation) waren neben Intel und Microsoft auch IBM, Compaq und Dell beteiligt. Damit steht es praktisch schon jetzt fest, dass sich das neue System zum Datentransfer innerhalb des Computers zu einem weltweiten Industriestandard mausern wird. Die PC-Hersteller erwarten, dass etwa in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 die ersten Rechner mit dem neuen Bussystem ausgeliefert werden.

Während die schnellste Version des PCI-Busses, PCI-X, heute auf 64 Leitungen je 17 Megabyte pro Sekunde überträgt, schickt Arapahoe 206 Megabyte über jede Leitung - damit wird bereits mit 32 Leitungen die mehr als sechsfache Geschwindigkeit von PCI-X erzielt. Wie die Entwickler betonen, soll 3GIO keine Konkurrenz zu den externen Bussystemen wie Firewire oder USB darstellen. (Uwe Fischer-Wickenburg - Der Standard Printausgabe)

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