Steiner-Pleite: Senior-Chef schweigt

7. August 2001, 16:39
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Gründer der insolventen Firmengruppe nach Wels überstellt

Wels - Leopold Steiner, der Gründer der in die Insolvenz geschlitterten Firmengruppe Steiner in Ebensee, schweigt. Er war am Montag aus Italien in die Untersuchungshaft in die Justizanstalt Wels überstellt worden und sollte am Dienstag zu den gegen ihn erhobenen Betrugsvorwürfen vernommen werden. Doch vor einer Aussage wollte er sich mit seinem Anwalt beraten.

Verdacht des schweren Betruges

Gegen Steiner laufen Ermittlungen wegen des Verdachtes des schweren Betruges. Auch der frühere Junior-Chef, Alfred Steiner, ist wegen des selben Verdachtes in Wels in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe werden von den Verteidigern als völlig aus der Luft gegriffen zurückgewiesen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Die wirtschaftlichen Probleme der Firmen-Gruppe Steiner hatten im Mai des heurigen Jahres zur Insolvenz geführt. Der Leitbetrieb Steiner Freizeitmöbel GmbH in Ebensee und die auf Kunststoffbehälter spezialisierte Firma Steco in Pinsdorf gingen vorerst in den Ausgleich, im Juni folgte in beiden Fällen der Anschlusskonkurs. Insgesamt mussten sechs Firmen der Steiner-Gruppe Konkurs anmelden, die Gesamtverbindlichkeiten dürften sich laut Kreditschutzverband auf rund 4,5 Mrd. S (327 Mill. Euro) belaufen. (APA)

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