Alesi: "Habe bei Jordan auch für 2002 unterschrieben"

13. August 2001, 18:45
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Der Franzose hat schon in Budapest das Podium im Visier - Manager widerspricht

Paris - Jean Alesi wird nach eigenen Angaben nicht nur die letzten fünf Rennen der laufenden Formel-1-Weltmeisterschaft für das Jordan-Team bestreiten, sondern auch die Saison 2002 im Gelben Renner des Iren sitzen. "Eddie Jordan hat mich angerufen und gefragt, ob ich bis zum Ende der Saison zu haben wäre. Tatsächlich habe ich aber auch für 2002 unterschrieben. Ich werde also auch im kommenden Jahr für Jordan fahren", sagte Alesi der französischen Fernsehstation TF1. Allerdings: Alesis Manager dementierte kurz darauf eben jenen Sachverhalt: "Es sieht sehr gut aus, aber wir könne nicht von einer Unterschrift reden, weil es diese noch nicht gegeben hat", sagte Mario Miyakawa.

Wie auch immer, zumindest für den Rest der heurigen Saison tauscht der 35-Jährige nach der Entlassung von Heinz-Harald Frentzen die Plätze mit dem Deutschen, der in Budapest im Prost Platz nehmen wird. Mit dem Jordan hofft er nun auf eine Steigerung, auch wenn er bisher schon der einzige Pilot ist, der alle Rennen in dieser Saison beendet hat. "In Budapest werde ich ein Auto haben, das das Potenzial für einen Podiumsplatz hat. Das gibt mir einen neuen Motivationsschub. Ich freue mich schon darauf, beweisen zu können, dass ich nichts von meinen Fähigkeiten verloren habe."

Freunderlwirtschaft

Für Eddie Jordan lag die Verpflichtung von Alesi auf der Hand, schließlich ist der Ex-Teamkollege von Gerhard Berger ein langjähriger Freund der Familie. "Er hat in früheren Zeiten bei mir und meiner Familie in Oxford gewohnt, da hat er sein Englisch gelernt. Und zuletzt war meine Tochter Mikki des öfteren bei ihm in Frankreich, um ihre Französischkenntnisse für die Abschlussprüfungen zu verbessern", erklärte er auf der Homepage des Jordan-Teams. Alesi war mit Jordan 1989 zum Formel-3000-EM-Titel gefahren.

"Die Situation ist heute ähnlich wie damals", meint Jordan, "auch 1989 waren wir ein gutes Team, nur haben wir nicht alles unter einen Hut gebracht. Heuer ist es ähnlich. Und mit Jean bekommen wir einen Fahrer mit einer riesigen Erfahrung. Er hat heuer hart gekämpft, ich glaube wir können aus ihm noch mehr herauslocken und er kann für uns Einiges erreichen." (APA/Reuters)

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