Bewerbungsfrist für neue Vorstände läuft ab

7. August 2001, 16:18
posten

Ex-ÖBB-Chef Draxler, AUA-Finanzchef Otti und Lauda Air Vorstand Finz gelten als Favoriten

Wien - Am Mittwoch läuft die Bewerbungsfrist für die künftigen Vorstände der Austria Airlines (AUA) ab. Ausgeschrieben sind vier Vorstandsmandate, mit der Personalsuche betraut wurde die Spencer Stuart Management Consulting GmbH. Als Favoriten für die Nachfolge des amtierenden Vorstandsduos Mario Rehulka und Herbert Bammer, deren Ablöse ja Ende Juni beschlossen worden war, gelten der Ex-ÖBB-Vorstand Helmut Draxler, der AUA-Finanzchef Fritz Otti und der jetzige Lauda Air-Vorstand Christian Finz.

Draxler wollte am Dienstag allerdings keine Stellungnahme zu einer möglichen Bewerbung für einen AUA-Vorstandsposten abgeben. Lauda Air-Vorstand Finz bestätigte, von Spencer Stuart zu einem Gespräch eingeladen worden zu sein. Als möglicher neuer Vorstand wurde von Medien auch immer wieder Verkehrsbüro-Vorstandsvorsitzender Rudolf Tucek genannt. "Tucek hat sich sicher nicht beworben", hieß es jedoch am Dienstag aus der Verkehrsbüro-Pressestelle. Tucek sei an das Verkehrsbüro bis 2005 vertraglich als Vorstandsvorsitzender gebunden und sehe sich nicht als Kandidat, hieß es weiter.

Bandle aus dem Rennen

Als internationale Kandidaten in der Branche gehandelt werden Carl Michel, Interim-Chef bei der Deutschen British Airways, und Sabena-Vorstand Christoph Müller. AUA-Aufsichtsrat Alain Bandle hat indes angeblich schon abgewunken.

Konkret sucht die AUA einen neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO), einen Finanzvorstand (CFO), einen Marketingvorstand (CCO) und einen Vorstand für Technik und Personal (COO), wie aus der Ausschreibung hervorgeht. Die neuen Vorstände sollen ab Herbst ihre Arbeit aufnehmen.

AUA-Aufsichtsratschef und ÖIAG-Vorstand Johannes Ditz hatte Mitte Mai von einem "einvernehmlichen Übergang" auf ein "verjüngtes Managementteam" gesprochen. Die AUA habe ein "schwieriges und turbulentes Wirtschaftsjahr" hinter und ein "ganz wichtiges" Jahr vor sich, so Ditz damals. Die Integration der Töchter Lauda Air und Tyrolean Airways in das Stammhaus sei eine "gewaltige Herausforderung". Weiters sei die Position der AUA künftig in der Star Alliance zu stärken, die Kapitalmarktorientierung müsse stärker in den Vordergrund gerückt werden, einige Rechtsstreitigkeiten seien noch zu lösen. (APA)

Share if you care.